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Da stimmt die Chemie


  • Oemeta mit "flüssigen Werkzeugen" zum Schmieren, Kühlen, Spülen
  • Chemische Bausteine sorgen für gewünschte Eigenschaften

"Kundenorientierung" ist das Schlüsselwort zur Zusammenarbeit zwischen der BASF und ihrem Kunden Oemeta, der zu den weltweit führenden Unternehmen bei Industrieschmierstoffen zählt. Basis für den Erfolg der Oemeta Chemische Werke GmbH ist die Ausrichtung auf die Anforderungen ihrer Kunden. Und weil sich die BASF ihrerseits auf Oemetas ganz spezielle Anforderungen einließ, kam die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen zu Stande. Seither stimmt die Chemie.

Oemeta- und BASF-Mitarbeiter
Hier stimmt die Chemie: Ralf Schlichting, Betriebsleiter der Oemeta, im Gespräch mit Holger Immig, Leiter Logistik, und Bernhard Mohr, Account-Manager im BASF-Vertrieb Zwischenprodukte.
Die Partnerschaft begann im Winter des Jahres 2005. Damals traf sich Holger Immig, Einkaufsleiter bei Oemeta, mit einigen Vertriebsmitarbeitern des BASF-Unternehmensbereichs Zwischenprodukte zum ersten Mal. „Die BASF-Leute waren gut vorbereitet“, so Immig, und weiter: „Aus dem BASF-Portfolio hatten sie eine Liste mit chemischen Bausteinen zusammengestellt, die sich zur Formulierung unserer hochwertigen Kühlschmierstoffe eignen könnten.“ Diese Liste präsentierten sie dem Oemeta-Mann und sorgten damit für anregenden Gesprächsstoff.

Bald nach dem Treffen gab es positive Entwicklungen: „Schon innerhalb weniger Wochen lieferten wir erste Produktmuster nach Uetersen“, sagt Bernhard Mohr, Account Manager im BASF-Vertrieb Zwischenprodukte, „und erhielten umgehend die Freigaben von Oemeta.“ Im Sommer 2006 folgte dann der erste intensive Austausch bei einem Workshop mit Kollegen aus Vertrieb, Marketing und New Business Development der BASF im Werk Ludwigshafen. „Bei diesem Gespräch thematisierten wir nicht primär unsere chemischen Produkte, sondern vielmehr deren Eigenschaften. Wir setzten unseren Fokus auf eine weitere Verbesserung der Schmierstoffe von Oemeta“, so Dr. Volker Böhm, Produktmanager Alkylethanolamine im BASF-Unternehmensbereich Zwischenprodukte. Der Erfolg: „Unsere Gesprächspartner haben uns positiv überrascht, denn sie haben sich ganz auf unsere Erwartungen eingestellt“, sagt Stefan Joksch, Technischer Leiter bei Oemeta, und weiter: „So haben wir neue chemische Zwischenprodukte kennengelernt, von denen wir noch nicht einmal ahnten, dass sie in unseren Schmierstoffen überhaupt eingesetzt werden könnten“. Das Ergebnis: Einige der diskutierten Produkte füllen heute die Innovationspipeline des Schmierstoffherstellers – und die der BASF.


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Zuverlässigkeit der „flüssigen Werkzeuge“ ist entscheidend




Foto: Ömeta-Kühlschmierstoff
Kühlschmierstoffe von Oemeta sind „flüssige Werkzeuge“. Sie tragen zur Verringerung von Reibung und Verschleiß an Werkzeug und Werkstück bei, sorgen für Kühlung und spülen Störendes wie etwa Späne weg.
Kühlschmierstoffe spielen beim Bohren, Drehen und Fräsen von Metall, Glas und Keramik eine gleich dreifach wichtige Rolle: Sie tragen zur Verringerung von Reibung und Verschleiß an Werkzeug sowie Werkstück bei und sorgen für Kühlung. Daneben spülen sie Späne und störende andere Komponenten vom eigentlichen Werkstück weg.

Aber welcher Schmierstoff ist der richtige? Jeder Werkstoff stellt spezifische Anforderungen an den Kühlschmierstoff, der sich je nach Bearbeitungsverfahren wiederum unterscheiden kann – je nachdem, ob eher gekühlt, geschmiert oder gereinigt werden muss. Er muss außerdem einen Beitrag zum Korrosionsschutz leisten sowie umweltverträglich sein, und auch langes Lagern darf seine Wirkung nicht beeinträchtigen. Genau hier liegt Oemetas Expertise. „Unser ‚Tafelsilber’ ist das Wissen um die Abmischung unserer etwa 25 Einzelkomponenten, die wir zur Formulierung unserer Produkte einsetzen“, sagt Joksch, und weiter: „Unsere Kunden brauchen sich darum nicht zu kümmern, denn wir verkaufen Zuverlässigkeit.“


Foto: Reagenzgläser
Maßgeschneiderte Qualität: Oemeta hält über 200 Produkte für die Metallbearbeitung bereit. BASF-Produkte tragen zur weiteren Verbesserung innovativer Schmierstoffe bei.
Er verdeutlicht das am Beispiel einer Werkhalle, in der an etwa 100 Maschinen Zylinderköpfe und Motorblöcke (Kurbelgehäuse) hergestellt werden. Jede dieser Maschinen wird aus einem zentralen System mit mehreren hunderttausend Litern Kühlschmierstoff versorgt. „Dort machen unsere ‚flüssigen Werkzeuge’ ihren Job, werden zurückgepumpt, gereinigt und fließen wieder in die Maschinen. Das geht in diesem Fall bis zu fünf Jahre lang, aber dann müssen wir das System neu ansetzen.“ Hier erkennt Joksch den Ansatzpunkt für Innovationen: „Wir zielen auf eine massive Verlängerung dieser Nutzungsdauer. Und dabei wird uns die BASF helfen.“


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Ein Produkt mit vielen Eigenschaften und langer Lebensdauer




Foto: Kühlschmierstoff
Kühlen und Schmieren gleichzeitig – wesentliche Eigenschaften der Oemeta-Kühlschmierstoffe. BASF-Produkte leisten bei der speziellen Formulierung der Produkte einen wesentlichen Beitrag.
Dass das möglich ist, hat Oemeta schon bewiesen: Seit etwa zehn Jahren arbeitet General Motors (GM) in seinem Fahrzeug-Werk in Wien ohne Schmierstoffwechsel. Dahinter steckt ein hochwertiges wassermischbares Oemeta-Multifunktionsöl, das als Schmierstoff, als Hydraulikflüssigkeit und Reinigungsmittel eingesetzt und ständig im Kreis geführt wird. Bei konventionellen Produktkonzepten sind hierfür jeweils unterschiedliche Stoffe nötig, die keinesfalls zusammengebracht werden dürfen. Die Stoffe sind miteinander nicht mischbar und beeinträchtigen sich sogar gegenseitig. Die Folge sind kürzere Standzeiten der Schmierstoffe. Um dies zu vermeiden, ist kostspieliger Serviceaufwand nötig. GM vermeidet all das durch den Einsatz eines einzigen Oemeta-Produkts.


Foto: Lager in Uetersen
Jährlich verlassen mehr als 8.000 Tonnen Schmierstoffe die Lager in Uetersen. Eingesetzt werden sie bei Kunden rund um den Globus.
Vorteilhaft für GM ist neben der Materialeinsparung auch die Abfallreduzierung: Ein spezielles Verfahren sorgt dafür, dass Reinigungsflüssigkeiten nicht mehr nach ein bis zwei Wochen entsorgt werden müssen, sondern bei Überschreitung des maximal zulässigen Schmutzgehaltes aufgearbeitet und als Kühlschmierstoff wiederverwendet werden können.

„Wir haben lange gebraucht, um GM davon zu überzeugen“, erinnert sich Joksch. „Es hieß immer: Wenn ihr uns ein System liefern könnt, das alles kann, dann denken wir mal drüber nach.“ Oemeta ließ sich nicht entmutigen und erfand den „Alleskönner“. Heute zählt GM zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens. Überhaupt geht ein Großteil der Produkte in die Automobilindustrie, und auf der Referenzliste stehen weitere namhafte Unternehmen der Branche, zum Beispiel BMW und Volkswagen.


Forschungsschwerpunkt wassermischbare Kühlschmierstoffe




Foto: Frank Lipski im Labor
„Wir verkaufen Zuverlässigkeit“, sagt Frank Lipski. Jede Produktcharge wird vor der Auslieferung nach strengen Vorgaben geprüft.
Angesichts der langen Liste an Vorteilen ist es nicht verwunderlich, dass die wassermischbaren Kühlschmierstoffe Oemeta klare Wettbewerbsvorteile verschaffen. „Wir haben diese Technologie daher zum Forschungsschwerpunkt erklärt, um unsere führende Position weiter auszubauen“, erläutert Dr. René Schwerin, Forschungs- und Entwicklungsleiter bei Oemeta.

„Unsere Vorgehensweise ist stets die gleiche“, so Joksch, „wir lernen den Gesamtprozess des Kunden kennen und entwickeln dafür ein Schmierstoffsystem.“ In aufwendigen Testläufen ergeben sich dann Chancen für Effizienzsteigerungen, die so weit wie möglich ausgeschöpft werden.


Die 1916 gegründete Oemeta Chemische Werke GmbH mit Sitz in Uetersen bei Hamburg verzeichnete im Jahr 2007 einen Umsatz von über 20 Millionen Euro. Mit 120 Mitarbeitern weltweit, mit Tochtergesellschaften in Europa, im NAFTA-Raum und in Asien sowie mit Vertriebspartnern in mehr als 30 Ländern zählt Oemeta zu den weltweit führenden Unternehmen bei Spezialschmierstoffen für die metall- und glasbearbeitende Industrie. Das weltweit einzigartige Produktportfolio lässt sich mit "Werkstoffbearbeitungsflüssigkeiten" überschreiben. Spezialisiert ist das Unternehmen auf wassermischbare und nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe und Multifunktionsöle für die Metallbearbeitung. Der Name Oemeta - Beiname "The Coo!ant Company" - setzt sich aus den Begriffen "Oel" und "Metall" zusammen.
Erst danach erfolgt die Freigabe für die Serie. Während des gesamten Verfahrens sind intensiver Austausch mit dem Kunden und gegenseitiges Vertrauen die wesentlichen Voraussetzungen für den Erfolg. „Wir bekommen tiefe Einblicke in die Arbeit unserer Kunden, die wir selbstverständlich hochvertraulich behandeln“, sagt Joksch, und weiter: „Wir bringen nicht nur Chemie-, Produkt- und Anwendungs-Know-how ein, sondern hören unseren Kunden ganz genau zu. Und deshalb arbeiten wir am liebsten mit Lieferanten, die genauso kundenorientiert wie wir vorgehen. So kundenorientiert wie die BASF zum Beispiel.“

von Klaus-Peter Rieser

Stand: November 2008


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